Freier Handel fördert Wohlstand

Menschen, Regionen und Länder sind mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Ressourcen ausgestattet. Verfügt eine Frau über ein herrvoragendes handwerkliches Talent kann sie den Beruf der Schneiderin erlernen und qualitativ hochwertige Kleidung produzieren. Die Zeit, die sie dafür benötigt, investiert ein Gärtner für die Produktion von Gemüse. Beide haben sich spezialisiert und sind dadurch bei der Produktion von Kleidung bzw. Gemüse dem anderen im Vorteil. Der Vorteil zeichnet sich dadurch aus, dass ein Gärtner mehr Zeit benötigt um sich ein Kleid zu schneidern als die Schneiderin und umgekehrt.

An dieser Stelle setzt der Handel ein. Beide tauschen die Produzierten Güter miteinander und steigern dadurch ihren Wohlstand mehr als im Vergleich zur Eigenproduktion. Kann die Schneiderin beispielsweise in neun Stunden drei Kleider schneidern, würde sie sie in der gleichen Zeit nur drei Tomaten produzieren. Der Gärtner erzeugt in neun Stunden neun Tomaten oder ein Kleid. Da beide sowohl über Tomaten als auch über Kleidung verfügen möchten tauschen sie ein Kleid gegen drei Tomaten. Zusammen haben sie an einem Tag (neun Stunden) neun Tomaten und drei Kleider produziert. Würden beide nicht oder, durch Restriktionen, gehemmt miteinander handeln reduziert sich die produzierte Menge und damit der Wohlstand beider. Schneidert ein Gärtner sich das Kleid wegen einer Handelsbeschränkung selbst, benötigt er dafür einen Tag. Auch die Schneiderin muss einen Tag für ihre drei Tomaten arbeiten. Dadurch haben beide am Ende des Tages ohne Handel nur drei Tomaten und ein Kleid anstelle von neun Tomaten und drei Kleidern produziert, dazu benötigt man dann Kredite und Finanzen.
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